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Grundlagen körperorientierter Traumaarbeit I

Die Sprache des inneren körperlichen Erlebens und Aktivierung und Stärkung von Körperressourcen

Freie Plätze

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Alle Informationen im Überblick

Beginn & Uhrzeit:
24./25.02.2018 jeweils von 10:00-18:00 Uhr

Ort:
Institut für Traumabearbeitung, Kennedyallee 78, 60596 Frankfurt

Teilnahmegebühr:
275,00 €

Beratung & Kontakt:
069-46990053

Fax:
069-46990052

Traumata betreffen sowohl den Körper als auch die Psyche wie die mittlerweile zahlreichen Untersuchungen der Neurobiologie gut belegen. Ein Trauma ist selbst dann eine psychophysische Erfahrung, wenn das traumatische Ereignis dem Körper keinen unmittelbaren Schaden zufügt.

Peter Levine, der Begründer von Somatic Experiencing, eine der meist verbreiteten Methoden zur Behandlung traumatischer Störungen, hat als erster die Zusammenhänge zwischen Traumaheilung und Stammhirnaktivitäten nachgewiesen. Er hat die während eines bedrohlichen Ereignisses ablaufenden Reaktionen in Körper und Nervensystem in den Mittelpunkt gerückt. Seine Forschungen belegen, dass ein Trauma in erster Linie physiologischer Natur ist, unseren Körper und unsere Instinkte betrifft und vorrangig im Gehirnstamm gespeichert wird. „Und erst im Anschluss daran breiten sich seine Auswirkungen auch auf unser Denken, unsere Emotionen und unsere Seele aus.“ (P. Levine).

Körperempfindungen sind von daher viel eher der Schlüssel zur Heilung von Traumata als intensive Emotionen. Durch den Kontakt zu unseren Körperempfindungen können wir uns aus der Fixierung die ein Trauma bedeutet, herausbewegen und wieder in eine fließende Erfahrung von uns selbst gelangen. Diese Transformation befreit uns letztlich von den Fesseln eines Traumas. (Peter Levine) Eine Heilungsmethode kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie darauf beruht, eine Verbindung zum Körper herzustellen.

In diesem Kurs geht es neben theoretischen Inhalten, im Wesentlichen um die Vermittlung von Übungen und Methoden, die es ermöglichen die Verbindung mit dem Körper wiederherzustellen und die Sensibilisierung von Körperempfindungen zu vertiefen. Mithilfe der Körperwahrnehmung lernen wir unser Selbst zu spüren und Schritt für Schritt können wir üben Trauma Folgen wie Erstarren, Dissoziieren und Explodieren zu regulieren.

Inhalt:

Theoretischer Teil:

  • Die Physiologie des Traumas: Wie ein Trauma auf den Körper einwirkt.     Das autonome Nervensystem – Kampf, Flucht, Erstarrung

 Praktischer Teil:

  • Die Sprache des inneren körperlichen Erlebens erlernen: Wahrnehmung und Differenzierung von Körperempfindungen
  • Aktivierung und Stärkung von Körperressourcen: Erdung und Zentrierung

 Methoden:

Übungen von Somatic Experiencing, Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen,    Biodanza

Das Konzept von körperorientierter Traumaarbeit basiert im Wesentlichen auf den

  • Prinzipien von Somatic Experiencing (SE), einem Modell zur Überwindung und Integration von traumatischen Ereignissen und
  • Elementen von Biodanza, einem tanzpädagogischen System aus Chile.

Beide Methoden stellen wichtige Instrumente zur Verfügung, um Selbstorganisation respektive Selbstreorganisation anzustoßen und Heilung zu ermöglichen.

Weitere Informationen zu Somatic Experiencing (SE) und Biodanza finden Sie hier

 

Seminarleitung:

Dipl. Päd. Christa Holzinger