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- Unsere Fortbildungen -

Grundlagen körperorientierter Traumaarbeit II

Gesunde Grenzen

Freie Plätze

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Alle Informationen im Überblick

Zielgruppe: SozialpädagogInnen, ErzieherInnen und PsychologInnen, die mit traumatisierten KlientInnen arbeiten.

Beginn & Uhrzeit:
09./10.06.2018 jeweils von 10:00-18:00 Uhr

Ort:
Institut für Traumabearbeitung und Weiterbildung, Kennedyallee 78, 60596 Frankfurt

Teilnahmegebühr:
275,00 €

Beratung & Kontakt:
069-46990053

Fax:
069-46990052

Traumata betreffen sowohl den Körper als auch die Psyche wie die mittlerweile zahlreichen Untersuchungen der Neurobiologie gut belegen. Ein Trauma ist selbst dann eine psychophysische Erfahrung, wenn das traumatische Ereignis dem Körper keinen unmittelbaren Schaden zufügt.

Peter Levine, der Begründer von Somatic Experiencing, eine der meist verbreiteten Methoden zur Behandlung traumatischer Störungen, hat als erster die Zusammenhänge zwischen Traumaheilung und Stammhirnaktivitäten nachgewiesen. Er hat die während eines bedrohlichen Ereignisses ablaufenden Reaktionen in Körper und Nervensystem in den Mittelpunkt gerückt. Seine Forschungen belegen, dass ein Trauma in erster Linie physiologischer Natur ist, unseren Körper und unsere Instinkte betrifft und vorrangig im Gehirnstamm gespeichert wird. „Und erst im Anschluss daran breiten sich seine Auswirkungen auch auf unser Denken, unsere Emotionen und unsere Seele aus.“ (P. Levine).

Körperempfindungen sind von daher viel eher der Schlüssel zur Heilung von Traumata als intensive Emotionen. Durch den Kontakt zu unseren Körperempfindungen können wir uns aus der Fixierung die ein Trauma bedeutet, herausbewegen und wieder in eine fließende Erfahrung von uns selbst gelangen. Diese Transformation befreit uns letztlich von den Fesseln eines Traumas. (Peter Levine)

Eine Heilungsmethode kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie darauf beruht, eine Verbindung zum Körper herzustellen.

In diesem Kurs geht es neben theoretischen Inhalten, im Wesentlichen um die Vermittlung von Übungen und Methoden, die es ermöglichen die Verbindung mit dem Körper wiederherzustellen und die Sensibilisierung von Körperempfindungen zu vertiefen. Mithilfe der Körperwahrnehmung lernen wir unser Selbst zu spüren und Schritt für Schritt können wir üben Trauma Folgen wie Erstarren, Dissoziieren und Explodieren zu regulieren.

Inhalt:

Gesunde Grenzen auf körperlicher und zwischenmenschlicher Ebene spüren und herstellen können.

Wer ein Trauma erlitten hat, ist oft unfähig, seine eigenen Körpergrenzen zu spüren, weil die Verbindung zum Körper unterbrochen ist. Das kann sich auf andere Lebensbereiche auswirken, zum Beispiel auf das Grenzen setzen in Beziehungen. Wenn man kein Gefühl für eigene Grenzen hat, kann man anderen Menschen auch keine Grenzen setzen.

Methoden:

Übungen von Somatic Experiencing, Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen, Biodanza

Das Konzept von körperorientierter Traumaarbeit basiert im Wesentlichen auf den

  • Prinzipien von Somatic Experiencing (SE), einem Modell zur Überwindung und Integration von traumatischen Ereignissen und
  • Elementen von Biodanza, einem tanzpädagogischen System aus Chile.

Beide Methoden stellen wichtige Instrumente zur Verfügung, um Selbstorganisation respektive Selbstreorganisation anzustoßen und Heilung zu ermöglichen.

Weitere Informationen zu Somatic Experiencing (SE) und Biodanza finden Sie hier

Seminarleitung:

Dipl. Päd. Christa Holzinger